„ICH BIN DIE REVOLUTION“ DAS THEATERPROJEKT MARAT/SADE

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„ICH BIN DIE REVOLUTION“ DAS THEATERPROJEKT MARAT/SADE IN KIEW UND MÜNCHEN Die ukrainisch-deutsche Inszenierung „Marat/Sade“ wird am 4. November in München Premiere feiern. Es ist die zweite Koproduktion des Russischen Nationaltheater Lessja Ukrainka in Kiew mit der Theaterwissenschaft München. Bereits 2006 initiierte die Regisseurin Katrin Kazubko mit der zweisprachigen Inszenierung von „Romeo und Julia“ eine Zusammenarbeit von Ukrainern und Deutschen, professionellen Schauspielern und Studenten. Nach dem großen Erfolg der Aufführungen in beiden Städten sowie der Gastspiele in Basel und Edmonton wird nun - zunächst im Rahmen der Deutschen Kulturwochen - auf Einladung der Deutschen Botschaft in Kiew das Stück von Peter Weiss mit dem vollen Titel DIE VERFOLGUNG UND ERMORDUNG JEAN PAUL MARATS DARGESTELLT DURCH DIE SCHAUSPIELGRUPPE DES HOSPIZES ZU CHARENTON UNTER ANLEITUNG DES HERRN DE SADE präsentiert. „Marat/Sade“ steht in der Tradition des epischen Theaters Bertolt Brechts. Bei seiner Uraufführung 1964 sorgte es inhaltlich und formal für großes Aufsehen - bis heute hat es nicht an Zündkraft verloren. Es geht um Jean Paul Marat, den glorifizierten und gleichfalls verhassten Jakobiner der Französischen Revolution, und die (fiktive) Auseinandersetzung mit dem skandalumwobenen Marquis de Sade. Beide Protagonisten stehen für die radikale und bedingungslose Veränderung der politischen Zustände. Im historischen Kontext werden das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, die Gefahren totalitärer Systeme und Massenbewegungen, Korruption und grundlegende menschliche Schwächen thematisiert. Der intellektuelle Zweikampf von Marat und Sade ist mit choreographischen, pantomimischen und musikalischen Elementen durchwoben, die auch jenseits des gesprochenen Wortes Geschichten erzählen können. Im Kontrast der beiden Sprachen werden die unterschiedlichen Positionen, Temperamente und Meinungen Marats (russisch) und Marquis de Sades (deutsch) zugespitzt. Seit 2004 besteht eine Partnerschaft zwischen dem Russischen Nationaltheater Lessja Ukrainka und der Theaterwissenschaft München. Im Mittelpunkt stehen die Förderung des Theaternachwuchses und der kulturelle Dialog zwischen Ost- und Westeuropa. Mit Marat/Sade wird die gemeinsame Theaterarbeit fortgesetzt und weiterentwickelt, bei der der Austausch über die kulturellen und theaterästhetischen Unterschiede unter dem Vorzeichen der Entwicklung einer gemeinsamen „Theatersprache“ steht. Inszenierung in russischer und deutscher Sprache Regie: Katrin Kazubko Vorstellungen in München: 4. - 9. November 2008 19.30 Uhr Reithalle Heßstraße 132 (Zugang auch über Infanteriestraße) Schwabing/Neuhausen Karten: € 15 / ermäßigt € 10
Название
„ICH BIN DIE REVOLUTION“ DAS THEATERPROJEKT MARAT/SADE
Статус
Страна
Германия
Город
München
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5 ноя 2008 в 19:30
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